Flohmarkttipps

Dein erstes Mal vergisst Du nie…

Tipps für Flohmarkt-Newbies Bücher, die man aus Platzgründen aus dem Regal aussortiert hat, Elektrogeräte, die zwar noch funktionsfähig sind, aber durch neue ersetzt wurden, Kleidungsstücke, die nicht mehr so richtig passen, das ererbte Kaffeeservice von der Großtante, für das man keine Verwendung hat – schon erstaunlich, was sich im Laufe der Jahre in einem Haushalt so alles ansammelt und dann, säuberlich in Kartons verstaut, im Keller oder auf dem Dachboden landet. Wenn’s irgendwann auch dort langsam „eng“ wird, beginnt sich oftmals ein Gedanke im Hinterkopf einzunisten: „Mensch, eigentlich könnte ich mit dem ganzen Krempel doch mal einen Flohmarktstand aufmachen…„ Was man selbst nicht mehr braucht, kann für andere durchaus noch von Wert sein. Hunderttausende oder gar Millionen von Menschen streifen Woche für Woche über die Flohmärkte ihrer jeweiligen Region und halten Ausschau nach Schnäppchen aller Art. Gesucht wird nach wie vor alles, was sammelwürdig ist, aber vor allem auch Dinge und Geräte des täglichen Gebrauchs. Besonders gefragt ist Kleidung – Second-Hand-Klamotten haben längst das Image der Zweitklassigkeit verloren. Wer zum ersten Mal sein Angebot einer breiten Öffentlichkeit präsentieren möchte, der stellt sich vor allem eine Frage: Welcher Flohmarkt ist der richtige für mich? Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort, sondern nur den Rat, dem Gefühl zu vertrauen. Hilfreich ist es, die „Markt-Kandidaten“ zuvor einmal in Augenschein zu nehmen, am besten in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr, in der üblicherweise am meisten Betrieb herrscht. Gibt es ein breites, gut sortiertes Warenangebot, das nicht von Neuware dominiert wird? Herrscht ein ordentliches Besuchergedrängel? Ist der Flohmarkt auch in einiger Entfernung vom eigentlichen Ort des Geschehens gut ausgeschildert und ohne Probleme zu finden? Wird an das leibliche Wohl der Besucher und Händler gedacht, sind die Imbiss-Wagen sauber und gepflegt? Wenn sich all diese Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten lassen, dann haben Sie „Ihren“ Flohmarkt vielleicht schon gefunden. Der Tapeziertisch bleibt erste Wahl Eine vorherige Anmeldung beim Veranstalter wird, zumal bei den sommerlichen Open-Air-Märkten, in den seltensten Fällen erforderlich sein – geworben wird meist mit dem Motto „Einfach kommen und mitmachen“. Anders kann es sich bei gut frequentierten Hallenmärkten mit begrenztem Platzangebot verhalten. Im Zweifelsfall sollte man sich zuvor auf der Veranstalter-Website informieren oder während eines Besuchs das Ordnungspersonal ansprechen. Ansonsten sichert frühes Erscheinen die besten Plätze. Zwischen 6 und 7 Uhr ist eine gute Zeit, um mit dem Aufbau seines Standes zu beginnen, alte Flohmarkt-Hasen kommen gern auch noch ein bisschen früher. Darüber, wie man seine Ware am besten präsentiert, herrschen geteilte Meinungen. Manche schwören auf schlichte Bananenkartons, die einfach in möglichst großer Anzahl auf den Boden gestellt werden und Besucher zum Wühlen einladen. Andere bevorzugen Tische und geben sich beim Ausbreiten ihrer Schätze größte Mühe. Erste Wahl wird in den meisten Fällen aber der klassische Tapeziertisch sein, der dann die ebenfalls klassische Standlänge von drei Metern ergibt, bei der das Verbleiben des Autos hinter dem Warenangebot normalerweise im Preis inbegriffen ist. Fast überall ist es auch möglich, ohne Aufpreis zwei Tapeziertische hintereinander aufzustellen und so mehr Standtiefe zu gewinnen. Wichtig: genügend Kleingeld Wer nicht den ganzen Tag hinter seinem Stand stehen möchte, sollte nicht vergessen, für sich und seine Begleitung Klappstühle mitzunehmen. Und ganz weit oben auf der Liste der mitzunehmenden Dinge steht ein ordentlicher Vorrat an Kleingeld, an das potentielle Kunden leider nicht immer denken. Wenn der erste Interessent frühmorgens sein Portemonnaie zückt und bedauernd feststellt, dass er nur mit einem 50-Euro-Schein dienen kann, werden Sie für diesen Ratschlag dankbar sein. Ob man Getränke und belegte Brote mitnimmt oder lieber auf das Gastronomieangebot des Veranstalters vertraut, bleibt jedem selbst überlassen. Auf vielen Flohmärkten gibt es spezielle Angebote für Händler, etwa bis 9 oder 10 Uhr ein Händlerfrühstück im Bereich zwischen zwei und drei Euro. Mitunter wird auch in den Morgenstunden der Becher Kaffee, Tee oder Kakao an Anbieter für 50 Cent und damit zum halben Preis abgegeben. Entsprechende Hinweise findet man oft auf den Veranstalter-Homepages. Gelegenheit macht Diebe Letzter Rat: Behalten Sie Ihr Warenangebot im Auge. Wenn Sie Ihren Stand allein betreiben, sollten Sie beizeiten Kontakt zu Ihren Nachbarn suchen und diese bitten, in Ihrer Abwesenheit (gelegentliche Gänge zur Toilette werden sich nicht vermeiden lassen) auf ihre Schätze zu achten. Nein, Flohmärkte sind durchaus kein Tummelplatz für Langfinger, aber Gelegenheit macht Diebe, und Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste… Alles klar? Dann viel Spaß und vor allem gute Umsätze bei Ihrer Flohmarkt-Premiere!